Advent in der Scheune

Der „Advent in der Scheune“ hat in Seeheim Tradition. Seit etwa 25 Jahren, so Organisator Frank Cornelius, der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Seeheim, findet der kleine Adventsmarkt hinter dem alten Rathaus statt. Auch in diesem Jahr war der Markt gut besucht: Etwa 400 Besucher drängten sich auf den kleinen Platz vor der Scheune, wo die Schüler der 1. und 2. Klassen der Tannenbergschule besinnliche Lieder anstimmten. „Oh du Fröhliche“ tönte es über den Platz und versetzte die Besucher in Weihnachtsstimmung, auch wenn das Wetter an diesem ersten Adventssamstag noch recht mild war.
Der Höhepunkt für die Kinder war der Besuch des Nikolaus´, der heiß begehrte Geschenke verteilte. Auch der Posaunenchor Balkhausen spielte auf, bis der nächste Höhepunkt auf dem Programm stand: Die feierliche Übergabe des großen Schecks des Lions Club Seeheim, die dieses Jahr unter anderem an die Jugendgruppe „Die Füchse“ des Nabu Seeheim-Jugenheim für ihre Umwandlung eines verwilderten Grundstücks in einen Garten ging. Der mit jeweils 1600 Euro dotierte Preis ging außerdem an das MINT-Zentrum des Schuldorf Bergstraße, das in Zukunft auch für Schülergruppen von anderen Schulen aus der Region offen stehen soll, sowie an die Pfadfinder-Stämme aus Seeheim und Jugenheim. „Das Geld stammt wie in den letzten fünf Jahren aus dem Verkauf unserer Adventskalender“, sagte Rainer Wieland, der für den Lions Club vor Ort war. Die etwa 1100 Adventskalender sind mit Spenden lokaler Unternehmen, etwa Bücher- oder Restaurantgutscheine, gefüllt und haben sich auch in diesem Jahr wieder sehr gut verkauft, wie Wieland erklärte.
Die Landfrauen, der Soroptimist Club Seeheim, der Lions Club, der Förderverein der Tannenbergschule und der Eine-Welt-Laden Seeheim bieten an ihren Ständen diverse selbstgemachte Delikatessen und kleine Geschenkideen an.
Auch das Museum hatte geöffnet: „Wir haben heute bereits 70 Besucher, an einem normalen Öffnungstag sind es eher zwischen drei und 20 Besucher“, berichtete Ingeborg Eck vom Museumsverein. Zusammen mit Peter Künzel vom Heimat- und Verschönerungsverein kündigte sie an, dass im Museum im nächsten Jahr zahlreiche neue Funde von der Burgruine Tannenberg zu sehen sein werden – Kugeln, Tonscherben und sogar eine Silbermünze. Die Besucher jedenfalls waren mit dem kleinen Markt sehr zufrieden: „Klein aber kuschelig“ sei es, lobte etwa ein Besucher.

Artikel im Darmstädter Echo vom 03.12.2018 von Robin Rieke

 

 

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